Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit

 

Banner der Arbeit"   Orden für den "Held der Arbeit"

Banner und Orden für den "Held der Arbeit"
– und als Allegorie auf den Helden der Arbeit,
der gleichzeitig von ihr gezeichnet ist,
gilt die Statue "Der Säemann"
von Constantin Meunier, 1896, Höhe 240 cm;
zu sehen im Kolonnadenhof in der
Alten Nationalgalerie, Berlin
Verwendet im Fragment vom Wort

 

Schon im Kindergarten der DDR begann die Formung der Kinder mit sozialistischem Gedankengut. Die Erziehung zur Arbeit war die bedeutendste rechtmäßige Verpflichtung der Institution Schule, in die Lehrer und Schüler, aber auch durch vielfache Verflechtungen die Eltern der Schüler (als Elternaktive) und die Arbeitsbevölkerung (durch Brigadepatenschaften) eingebunden waren. Durch die einheitliche Organisation der Schulstrukturen war es der Partei sehr einfach möglich, ihre Partei-Mitteilungen, die nichts anderes als ideologische Vorgaben waren, zu verbreiten. Dabei zeigt Stevenson in einem Beispieltext auf, dass nicht so sehr die schulischen Leistungen eines Schülers „zählten“, sondern eher sein Beitrag zum (Klassen-) oder Gesellschaftskollektiv (z.B. als Pionier) und seine Bereitschaft zur politischen Korrektheit. Auch Körners Frau Karin erhält mit ihrem Arbeitsteam den Ehrentitel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“. Und dass der Autor als Mitglied des FDGB, des Freien Deutschen Gewerkschafts-Bundes, 100 Mark erhält, nennt er in diesem Zusammenhang den „Delikatessesten Materialissimus“.

Das Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem von 1965 ist im Netz abrufbar.